Theorie & Praxis

Theoretischer Grundstoff

 

Unsere Fahrlehrer unterrichten Sie mit dem modersten Lehrmaterial im theoretischen Unterricht, den jeder Fahrschüler lernen muss.

Darüber hinaus erhalten Sie viele wertvolle Tipps und Informationen.

 

 

 

Der Gesetzgeber schreibt für den theoretischen Unterricht in der Klasse A (Motorrad) 10 x 90 Minuten vor, wenn Sie bereits im Besitz des Führerscheins Klasse B sind. Diese setzen sich aus 6 x 90 Minuten Grundstoff und 4 x 90 Minuten klassenspezifischen Unterricht zusammen.

Der theoretische Unterrichtsstoff setzt sich zusammen aus:

  1. Persönliche Voraussetzungen Grundthema (Fahrerlaubnisklassen, Grundfahraufgaben)
  2. Sicheres Motorradfahren/Schutzbekleidung
  3. Risikofaktur Mensch (Fitness/Fähigkeiten/Einschränkungen/Drogen/Alkohol
  4. Technik am Motorrad
  5. Fahrphysik Teil 1 (Anfahren/Grundlagen/Kurvenarten/Ausweichen)
  6. Fahrphysik Teil 2 (Bremsen/Bremssysteme/Fahrbahnlesen)
  7. Erschwerte Bedingungen Teil 1 (Nässe/Dunkelheit/Autobahn/Überholen)
  8. Erschwerte Bedingungen Teil 2 (Beifahrer/Beiwagen/Gruppenfahren)
  9. Gefahrensituation, Verkehrszeichen für Zweiradfahrer
  10. Erste Hilfe beim Motorradfahren (Absichern/Erste Hilfe/Helmabnahme)

 

 

 

 

Der vorgeschriebene Unterricht in der Klasse B (Auto) sind 14 x 90 Minuten. Diese setzen sich aus 12 x 90 Minuten Grundstoff und 2 x 90 Minuten klassenspezifischen Unterricht zusammen.

 

Der theoretischer Grundstoff setzt sich zusammen aus:

  1. Persönliche Voraussetzungen
  2. Risikofaktor Mensch
  3. Rechtliche Rahmenbedingungen
  4. Straßenverkehrssystem und Bahnübergänge
  5. Grundregel, Vorfahrt und Verkehrsregelungen
  6. Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen
  7. Teilnehmer am Straßenverkehr - Besonderheiten und Verhalten
  8. Geschwindigkeit, Abstand und umweltschonende Fahrweise
  9. Verkehrsbeobachtung und Verkehrsverhalten bei Fahrmanöver
  10. Ruhender Verkehr
  11. Verhalten in besonderen Verkehrssituationen
  12. Lebenslanges Lernen
  13. (Zusatzthema 1) technische Bedienung, Personen und Güterbeförderungen
  14. (Zusatzthema 2) Fahren mit Solofahrzeugen und Zügen

Praktischer Unterricht

 

Die praktische Fahrausbildung erfolgt nach dem Stufenplan der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.

Auf der Ausbildungsdiagrammkarte bekommen Sie Auskunft über die einzelnen Ausbildungsschritte. Sie können so jederzeit Ihre persönlichen Leistungen erkennen und gezielt Probleme mit Ihrem Fahrlehrer beseitigen. Für die praktischen Ausbildungsfahrten ist vom Gesetzgeber keine Anzahl vorgeschrieben.

 

Für die Klassen B und A sind folgende Sonderfahrten vorgeschrieben:

  • 5 Stunden à 45 Minuten auf Bundes- oder Landstraße
  • 4 Stunden à 45 Minuten auf Autobahn
  • 3 Stunden à 45 Minuten bei Dämmerung oder Dunkelheit

 

Für die Klasse BE sind folgende Sonderfahrten vorgeschrieben:

  • 3 Stunden à 45 Minuten auf Bundes- oder Landstraße
  • 1 Stunde à 45 Minuten auf Autobahn
  • 1 Stunden à 45 Minuten bei Dämmerung oder Dunkelheit

 

Für die Klasse M sind keine Sonderfahrten vorgeschrieben.

 

Sind Sie bereits im Besitz der Führerscheinklasse A1, reduzieren sich die Sonderfahrten  um 6 Doppelstunden.

 

 

NEUE Führerscheinreglung ab 19.Januar 2013 für Motorradfahrer

 

Das gilt für A2-Anwärter (besser vor dem 19. Januar 2013)

Wer vor dem 19. Januar 2013 seine A (beschränkt)-Lizenz in der Hand hält, steigt zwei Jahre später ohne weitere Prüfung in den offenen A um. Gleichzeitig hat er noch den Vorteil, ab 19. Januar 2013 Motorräder mit 48 PS fahren zu können. Ab Stichtag 19. Januar bekommt ein Einsteiger - unabhängig vom Datum des Führerscheinantrags - die A2-Fahrerlaubnis. 

Mit der A2-Lizenz muss er nach zwei Jahren eine praktische Prüfung ablegen, um den offenen A zu erhalten. Allerdings bleiben ihm die Pflichtfahrstunden erspart. Hintergrund: In Deutschland ist nach Abschaffung der Aufstiegsprüfung 1993 nichts Nachteiliges passiert. Doch der EU-Führerschein basiert auf dem Aufstiegsprinzip - alle zwei Jahre kann der nächsthöhere Schein erworben werden. Immer erforderlich: eine praktische Prüfung.

 

 

 

Das gilt für 21- bis 23-Jährige (besser nach dem Stichtag)

Der Direkteinstieg wird nach neuem Recht von vorher 25 Jahren ab 19. Januar 2013 auf 24 Jahre gesenkt.

 

 

 

Das gilt für alle Zweirad-Piloten

Nach dem neuen System ist nur eine theoretische Prüfung in der gesamten Zweiradklasse notwendig. Wer den A1 für Leichtkrafträder ablegt, muss beim A2 und offenen A nur noch eine praktische Prüfung schaffen. Wer den A2 als ersten Schein macht, büffelt für den A ohne Leistungs- und Gewichtsbeschränkung keine Theorie mehr. Bislang galt für alle: theoretische und praktische Prüfung beim A1 und A2, aber danach Aufstieg ohne Hindernisse.

 

 

 

Das gilt für viele, die vor 1962 geboren sind

Wer vor dem 1.4.1980 seinen Pkw-Führerschein erhielt, darf Leichtkrafträder bis elf kW fahren. Nach dem 18. Januar 2013 braucht die Generation der Babyboomer, die bis 31. März 1980 den Auto-Lappen erhielt, nur noch eine praktische Prüfung abzulegen, dann kommt sie in den Genuss der A2-Lizenz für Motorräder bis 48 PS. Im Übrigen gilt das auch für diejenigen, die früher einen Führerschein der Klasse 4 für Mopeds mit 50 cm³ ohne weitere Beschränkung ablegten. Bislang können die Älteren Leichtkrafträder bis 11 kW fahren.

 

 

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